
2004 spielte eine damals noch völlig unbekannte Schauspielerin namens Megan Fox in einer Folge der Sitcom „Two and a Half Men“ mit. Dabei nahm ihr Part schon sehr viel von dem vorweg, was künftig ihre öffentliche Wahrnehmung bestimmen sollte: Megan, das Sex-Symbol.
Schon früh standen in der schauspielerischen Karriere von Megan Fox die äußeren Reize der kurvenreichen Darstellerin im Mittelpunkt: Im zarten Alter von 18 Jahren war sie Gaststar in „Ich kümmere mich um Prudence“, einer Folge aus der ersten Staffel von „Two and a Half Men“. Darin bringt Berta ihre Enkeltochter Prudence mit in Charlies Haus, weil sie nicht weiß, wo sie sonst mit ihr hin soll. Alan (Jon Cryer) freut sich anfangs, dass Jake (Angus T. Jones) nun jemanden zum Spielen hat. Allerdings stellt sich schnell heraus, dass Prudence nur sehr bedingt zur Spielkameradin für Alans jungen Sohn tauglich ist. Denn Prudence ist eine gleichermaßen früh entwickelte wie aufmüpfige 16-Jährige, die sich von Berta nur mit Müh und Not davon abbringen lässt, im Haus nicht zu rauchen.
Gleichzeitig betört sie die männlichen Angehörigen des Haushalts mit ihren durch und durch verbotenen Reizen, die sie bisweilen überaus freimütig zur Schau stellt. Jake ist hilflos den mit der Pubertät einschießenden Hormonen ausgeliefert. Aber auch Alan und Charlie geht es kaum anders. Letzterer gibt sogar vor, wieder mit Rose (Melanie Lynskey) zusammen zu sein - nur um einen Schutzschild gegen die Lolita in seinem Haus zu haben. Denn eins weiß Charlie ganz genau: Prudence ist zwar eine schöne Versuchung - das wäre er im Gefängnis für die Mithäftlinge allerdings auch. Es wäre sicherlich falsch zu behaupten, dass sich der Auftritt von Megan Fox allein auf die Zurschaustellung ihres Körpers beschränkt. Das - in diesem Falle nicht blonde, sondern brünette - Dummchen spielt sie mit einer gekonnten Mischung aus Naivität und Kalkül - kombiniert mit einem sicheren Gespür für das komische Timing.
Und doch ist es nicht das, was einem aus der Folge in Erinnerung bleibt. Das ist wohl eher die Szene, in der Megan im knappen Oberteil das Fenster putzt, während Charlie und Alan kaum noch die Fassung bewahren können. Für Megan Fox Karriere ist das durchaus gefährlich: Sie hat es zwar durch die ersten zwei „Transformers“-Filme zum umschwärmten Hollywood-Star gebracht. Ihr Ruhm gründet sich allerdings vorwiegend auf den Fotostrecken, die von ihr mit einer gewissen Regelmäßigkeit in US-Herrenmagazinen erscheinen. Nachdem sie aus „Transformers 3“ rausgeflogen ist, weil sie sich in aller Öffentlichkeit mit Regisseur Michael Bay angelegt hat, und auch ihre letzten Filme (u.a. „Jennifer's Body“) alles andere als Kassenknüller waren, droht sie, ins Abseits zu geraten. Soll ihr Ruhm von Dauer sein, dann muss sie auf der Leinwand mit mehr glänzen als ihrem Äußeren.
In „Two and a Half Men“ ist es für Fox bei einem einzelnen Auftritt geblieben. Was in gewisser Weise schade ist: Hätte man sie zurückkehren lassen (was theoretisch ja immer noch möglich wäre - auch wenn es sehr unwahrscheinlich ist), wäre das sicherlich für eine weitere sehr amüsante Folge gut gewesen: Prudence wäre zwar inzwischen volljährig, aber immer noch Bertas Enkeltochter. Doch ob das ausgereicht hätte, um Charlie zu bremsen. Wir werden es wohl nie erfahren.
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