Das Thema Charlie Sheen verfolgt CBS derzeit überall. So wurde Konzernchef Leslie Moonves sogar auf einer Investorenkonferenz auf die skandalträchtigen Auftritte von Sheen und den Ausfall von Two and a Half Men für den Rest der Season angesprochen.
Dazu sagte Moonves, dass die Ausstrahlung von Wiederholungen kurzfristig kein Problem sei.
Im Gegenteil: 'Wiederholungen bringen zwar etwas weniger Einnahmen, aber 'Two and a Half Men' ist eine Serie, die sehr gut in Wiederholungen läuft.' Damit hat Moonves vollkommen Recht. Am Montag hatte die Sitcom 11,6 Millionen Zuschauer - obwohl eine Wiederholung lief.
'Acht neue Folgen weniger zu senden, spart dagegen eine Menge Geld. Kurzfristig ist es sogar gut für unsere Profite.
Das heißt allerdings nicht, dass ich möchte, dass es längere Zeit so weitergeht.'
Moonves hofft, dass Two and a Half Men zurückkehrt. Sicher, dass dies auch tatsächlich passiert, ist er jedoch nicht: 'Wir werden sehen.' Zu den Auftritten von Sheen erklärte der TV-Manager lediglich: 'Ich wünschte, er hätte genau so hart an der Selbstvermarktung für einen Emmy gearbeitet.'
Unterdessen hat der gerade für The King's Speech mit einem Oscar dekorierte Filmproduzent Harvey Weinstein in einem Interview mit CNN Charlie Sheen davor gewarnt, es mit Les Moonves aufzunehmen: 'Charlie Sheen steht auf verlorenem Posten. Es ist gefährlich, sich mit Les Moonves anzulegen.'
Am Dienstagabend strahlte ABC das einstündige Interview mit Sheen aus, welches nach dem Interview-Marathon des Schauspielers in den letzten Tagen kaum neue Erkenntnisse brachte.
Zu einer möglichen Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Serienproduzent Chuck Lorre sagte er: 'Vielleicht sind wir einfach zwei Typen, die sich zusammensetzen und sagen: Hey, wir hassen uns gegenseitig. Aber lass uns weiter großartiges Fernsehen zusammen machen.'
Die wahrscheinlich beste Nachricht des Tages ist jedoch: Nach einem Gespräch mit Howard Stern am Mittwoch will Sheen vorerst damit aufhören, weitere Interviews zu geben. Die hat er zur Verbreitung seiner Ansichten auch gar nicht mehr nötig. Schließlich ist er seit Dienstag bei Twitter.