The Big Bang Theory: Der steinige Weg zum Erfolg

The Big Bang Theory: Der steinige Weg zum Erfolg - TNT Serie News
(c) CBS

Aktuell ist „The Big Bang Theory“ einer der größten Hits im US-Fernsehen. Das war jedoch nicht immer so. Gleich zu Beginn hatten die Erfinder der Sitcom großes Glück, dass der Sender CBS ihnen die Chance auf eine zweite Pilotfolge eingeräumt hat.

Wissenschaftliche Entdeckungen erfordern von den beteiligten Forschern oft ein hohes Maß an Ausdauer und Geduld - und eine große Toleranz, was Rückschläge angeht. So ähnlich verhält es sich auch mit der US-Sitcom „The Big Bang Theory“, von der anfangs keineswegs abzusehen war, dass sie eines Tages zu einer der erfolgreichsten Serien im amerikanischen Fernsehen aufsteigen würde. Schließlich war schon das Thema nicht naheliegend: Eine Sitcom über hochintelligente Wissenschaftler und Science-Fiction-Nerds. Wer sollte sich damit identifizieren können? Der US-Sender CBS ging das Risiko trotzdem ein. Immerhin stammte die Serienidee von „Two and a Half Men“-Erfolgsproduzent Chuck Lorre und dessen Kollege Bill Prady („Caroline in the City“).  Und so gab das Network 2006 eine Pilotfolge für „The Big Bang Theory“ in Auftrag, welche davon handelte, dass die beiden Physiker Leonard (Johnny Galecki) und Sheldon (Jim Parsons) die nach dem Ende einer Beziehung vorübergehend wohnungslose Katie (Amanda Walsh) bei sich aufnehmen, wovon vor allem Sheldons Freundin Gilda (Iris Bahr) überhaupt nicht angetan ist.

Die Pilotfolge stieß bei den Senderoberen auf wenig Begeisterung - und sie entschieden, „The Big Bang Theory“ keine Serienbestellung zu geben. Normalerweise wäre das Projekt damit tot gewesen. Doch die beiden Produzenten konnten den Sender zumindest davon überzeugen, dass er ihnen die Chance gab, einen zweiten Piloten zu produzieren. Lorre und Prady nahmen dafür eine grundlegende Überarbeitung des Konzepts vor: Aus Katie machten sie Leonards und Sheldons Nachbarin Penny (Kaley Cuoco). Den Gedanken, dass Sheldon Beziehungen zu Frauen haben könnte, ließen sie - zunächst - ganz fallen. Stattdessen fügten sie Howard (Simon Helberg]) und Raj (Kunal Nayyar) hinzu, um damit einen festen Freundeskreis von Nerds zu schaffen. In dieser Fassung gefiel dem Sender „The Big Bang Theory“ schon sehr viel besser. Und so ging die Serie im September 2007 erstmals auf Sendung. War aber anfangs nicht gerade ein Hit.

Die Serie lief zunächst immer montags im Anschluss an „How I Met Your Mother“, wo „The Big Bang Theory“ ordentliche, aber nicht überragende Zuschauerzahlen lieferte. In der ersten Staffel kam die Serie auf durchschnittlich 8,3 Millionen Zuschauer und ein Rating von 2.9 in der werberelevanten Zielgruppe. Und das zu einer Zeit als wirklich erfolgreiche Serien wie „House“ oder „Desperate Housewives“ noch Werte über 6.0 erzielten. Von einem großen Erfolg konnte man bei „The Big Bang Theory“ also erst mal nicht sprechen. Ausgerechnet während der ersten Staffel von „The Big Bang Theory“ fand in den USA außerdem der Streik der Drehbuchautoren statt, wodurch nur eine reduzierte Anzahl von Folgen produziert werden konnte. Viele neue Serien, die noch nicht auf eine feste Fanbasis zurückgreifen konnten, haben die lange Sendepause nicht überlebt. „The Big Bang Theory“ gehörte zu den wenigen Serien, die das geschafft haben.

CBS bestellte eine zweite Staffel der Serie - und gab ihr einen neuen Sendeplatz. Hinter „Two and a Half Men“, wo die Sitcom in den kommenen zwei Jahren regelrecht aufblühte und von Jahr zu Jahr mehr Zuschauer fand. 2010 hielt der Sender die Serie sogar für stark genug, um mit ihr ein äußerst gewagtes Experiment vorzunehmen. Vom geschützten Sendeplatz im Comedyblock am Montag verlegte CBS „The Big Bang Theory“ auf den im US-Fernsehen besonders hart umkämpften Donnerstag. Die Serie hat dieses Experiment nicht nur unbeschadet überstanden, sie hat auf dem neuen Sendeplatz sogar noch weiter zugelegt. Zum Auftakt der aktuellen Season kam sie auf 15,7 Millionen Zuschauer und ein Rating von 5.0 in der Zielgruppe. Seit ihren Anfangstagen hat die Serie ihr Gesamtpublikum damit nahezu verdoppelt. Selbst „American Idol“, das US-Gegenstück zu „Deutschland sucht den Superstar“, muss sich der Sitcom inzwischen geschlagen geben. Und ein Ende des Erfolgs ist nicht abzusehen.

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The Big Bang Theory ab 22.10.2012 immer montags bis freitags um 18:05 Uhr bei TNT Serie.

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