Am vergangenen Freitag ist in den USA auf dem Bezahlsender Starz die zweite Staffel von Party Down und die erste Staffel von Gravity zu Ende gegangen. Wie sich herausstellt, war es von beiden Serien die jeweils letzte Folge. 'Nach reiflicher Überlegung', so Starz-Programmchef Stephan Shelanski, 'haben wir uns dazu entschieden, nicht mit weiteren Staffeln dieser zwei Serien weiterzumachen.' Trotzdem sei der Sender fest entschlossen, mit einer 'aggressiven Expansion' eigenproduzierter Serien fortzufahren. Letztlich, so erklärte auch Party Down-Miterfinder Rob Thomas (Veronica Mars) gegenüber Hitflix, kommt die Entscheidung nicht überraschend. Selbst für einen Pay-Sender waren die Zuschauerzahlen beider Serien geradezu katastrophal.
Am letzten Freitag kam Party Down auf gerade einmal 74.000 Zuschauer. Bei Gravity waren es sogar nur 54.000. Übersetzt in Ratingpunkte kamen beide Serien auf einen Wert von 0.0. Ebenfalls zum Hintergrund der Entscheidung gehört der Wechsel an der Senderspitze von Starz. Erst vor kurzem hat der ehemalige HBO-Chef Chris Albrecht die Leitung des Senders übernommen. Er selbst war weder an der Entwicklung von Party Down noch Gravity beteiligt - und hat damit (trotz der Bekundung, ein Fan beider Serien zu sein) eine wesentlich geringere emotionale Bindung an die Sendungen. Außerdem verfolgt er eine Strategie, zu der große, aufwändig produzierte Dramaserie à la Spartacus, Torchwood und Camelot gehören. Nicht aber kleine schräge Comedyserien für ein marginales Nischenpublikum.