Star Trek: The Next Generation: Wachwechsel an Bord der Enterprise

Star Trek: The Next Generation: Wachwechsel an Bord der Enterprise TNT Serie
Star Trek: The Next Generation (c) Paramount Television

Viele Zuschauer außerhalb des engen Fanzirkels verbinden „Raumschiff Enterprise“ immer noch vorwiegend mit Captain Kirk und Mr. Spock. Dabei hat schon 1987 ein Franzose auf der Brücke das Kommando übernommen.

Pläne, „Star Trek“ auf den TV-Bildschirm zurückzuholen, hatte es bereits seit Mitte der 70er Jahre gegeben. 1969 war die Originalserie mit Captain Kirk (William Shatner) und Mr. Spock (Leonard Nimoy) wegen schlechter Einschaltquoten von US-Sender NBC abgesetzt worden. Nur wenige Monate später begann jedoch die eigentliche Erfolgsgeschichte der Serie: Zahlreiche unabhängige Fernsehstationen nahmen zur besten Sendezeit Wiederholungen der alten Folgen ins Programm. Und die amerikanische TV-Nation, die wegen der Apollo-Mondlandung ohnehin gerade im Weltraumfieber schwelgte, fand auf einmal großes Gefallen an den All-Abenteuern der Enterprise-Besatzung. Bei der Produktionsfirma Paramount wusste man anfangs gar nicht, wie man auf den plötzlichen Erfolg der bereits als Flop abgeschriebenen Science-Fiction-Serie reagieren sollte.

1977 fiel schließlich die Entscheidung, die Fernsehserie „Star Trek: Phase II“ für einen neuen, von Paramount selbst gegründeten Sender zu produzieren. Captain Kirk sollte in dieser Serie mit der Enterprise auf eine weitere Fünf-Jahres-Mission gehen. Drehbücher wurden geschrieben, neue Kulissen hergestellt. Doch neun Tage vor Drehbeginn sagte Paramount den Start seines geplanten Senders ab - und hatte damit auch keine Verwendung mehr für eine neue „Raumschiff Enterprise“-Serie. Stattdessen ging man, nicht zuletzt ermutigt durch den Erfolg von „Krieg der Sterne“, zu Plan B über und produzierte nun eine Reihe von „Star Trek“-Kinofilmen.

Wer beim ersten Kinofilm genau hinschaut, wird darin einige Elemente entdecken, die ursprünglich für die neue „Star Trek“-Fernsehserie angedacht waren und in veränderter Form später auch in „The Next Generation“ Einzug halten sollten: Der Erste Offizier Will Decker (Stephen Collins) trug schon gewisse Züge von Will Riker (Jonathan Frakes). Und die komplizierte Beziehung zwischen Decker und Steuerfrau Ilia (Persis Khambatta) ist unverkennbar ein Vorläufer für die Liaison zwischen Riker und Counselor Troi (Marina Sirtis). Sogar zwei „Phase II“-Drehbücher, „Das Kind“ und „Der Pakt mit dem Teufel“, wurden leicht modifiziert für die „Next Generation“ übernommen.

Solange „Star Trek“ erfolgreich im Kino lief, hatte sich der Gedanke an eine weitere TV-Serie vorerst erledigt. Das änderte sich jedoch 1986, nachdem „Star Trek IV - Zurück in die Gegenwart“ mit 109 Millionen Dollar allein in den USA das bis zu diesem Zeitpunkt höchste Einspielergebnis eines „Star Trek“-Films erzielt hatte. Man feierte gerade das 20-jährige Jubiläum der Serie - und „Star Trek“ hatte eindrucksvoll seine Langlebigkeit unter Beweis gestellt. Bei Paramount begann man deshalb über die Zukunft des Franchise nachzudenken. Mit der bisherigen Crew würde man, so viel war klar, nicht nur wegen ihres zunehmenden Alters, sondern auch wegen ihrer wachsenden Gagenforderungen nur noch eine begrenzte Zahl von Filmen drehen können. Also war es an der Zeit, für frisches Blut zu sorgen. Und so erhielt Gene Roddenberry, der Erfinder der Originalserie, den Auftrag, eine neue „Star Trek“-Fernsehserie mit neuer Besetzung zu produzieren.

Das Ergebnis war „Star Trek: The Next Generation“: 78 Jahre nach den Abenteuern von Kirk & Co. brach nun Captain Jean-Luc Picard (Patrick Stewart) mit einem neuen Raumschiff Enterprise auf, um Welten zu entdecken, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat. 1987 ging die Serie in den USA an den Start und wurde trotz anfänglicher Bedenken einiger Fans, die sich „Star Trek“ nicht mit anderen Hauptdarstellern vorstellen konnten, von Beginn an ein Riesenerfolg, der nicht nur die Produktion von insgesamt 178 Folgen und vier TNG-Kinofilmen nach sich zog, sondern auch zur Herstellung der Spin-Off-Serien „Star Trek: Deep Space Nine“ und „Star Trek: Voyager“ führte. Gleich zu Beginn von „Next Generation“ schaute übrigens ein alter Bekannter vorbei: Im Pilotfilm ist DeForest Kelley als 137 Jahre alter Admiral „Pille“ McCoy von der alten Enterprise zu sehen.

 

Zurück zu serienjunkies

Wunschprofil anpassen
Alle Serien auf einem Blick

TNT FILM

Die Siedler Online | TNT Spiele