Zum Spartacus ist Wentworth Miller nicht geworden. Dennoch hat er in diesem Jahr wieder eine Serienhauptrolle ergattert und kämpft mit dem Cop-Projekt Identity um einen Platz im Herbstprogramm von ABC. Orlando Jones und Miller porträtieren zwei Mitglieder einer Elite-Polizeieinheit, die sich mit dem sprunghaften Anstieg von Identitäts-Diebstählen und damit verbundenen Verbrechen befasst: hauptsächlich Betrugsdelikte - aber mit gefälschten Identitäten können sich natürlich auch Terroristen und das organisierte Verbrechen frei bewegen.
Hinter Identity steht Autor John Glenn. Als Executive Producer fungieren Deb Spera und Mark Gordon. Letzterer ist schon länger mit seiner Firma The Mark Gordon Company bei ABC Studios unter Vertrag. Vor sieben Jahren unterstützte Gordon die damals unerfahrene Shonda Rhimes beim Start von Grey's Anatomy, wodurch er dort und beim Spin-off Private Practice zum Produzenten wurde. Spera und Gordon produzierten zudem Criminal Minds bei CBS und Army Wifes bei Lifetime.
ABC hat eine Pilot-Präsentation von Identity bestellt: Statt eines 40-minütigen Serienpiloten produziert man nur eine etwa 15-minütige Sequenz. Einerseits spart man damit zunächst Kosten - andererseits aber kann das Ergebnis natürlich nicht im Fernsehen ausgestrahlt werden, wie es eine reguläre Pilotepisode könnte.
Seit dem Ende von Prison Break ist es um den 38-jährigen gebürtigen Briten Wentworth Miller deutlich ruhiger geworden. Die Rolle als genialer Ingenieur Michael Scofield, der seinen Halbbruder aus der Todeszelle holen will, hatte dem Darsteller zu internationaler Bekanntheit verholfen und war nach einigen Auftritten in Genreserien sein Durchbruch.
Der 42-jährige Orlando Jones teilt das Schicksal vieler talentierter afro-amerikanischer Schauspieler: Immer wieder wird er von Film- und Fernsehschaffenden für wiederkehrende Gastrollen verpflichtet - etwa in Men in Trees und Rules of Engagement - sowie für exponierte Nebenrollen. Da die Serien aber zumeist auf die nicht-farbige Mehrheit des US-amerikanischen Publikums ausgerichtet sind, gibt es für ihn kaum Hauptrollen in Serienpiloten. Für diese wenigen aber wurde Jones in den letzten Jahren immer wieder angeworben.