The Force is with Them: Robot Chicken mit Star Wars Special

Bei Animation und Tricktechnik, denkt man heutzutage an computergenerierte Bilder. Ältere Semester mögen sich noch an den sprichwörtlichen Zeichen-Trick erinnern. Aber um sich an die Stop-Motion-Tricktechnik zu erinnern, muss man schon ein ganzes Stück zurück gehen. Ihre Hochzeit hatte diese Form der Trick-Filmerei in den 1960er Jahren, als vor allem Trickfilmer Ray Harryhausen Filme wie Jason und die Argonauten (1963) und Eine Million Jahre vor unserer Zeit (1966) in aufwändiger Arbeit inszenieren half. In unseren Tagen hat nun eine Crew um Darsteller Seth Green und Matt Senreich diese Trick-Kunstform für sich entdeckt und ihr neues Leben eingehaucht. Bei der Stop-Motion-Technik wird mit beweglichen Modellen gearbeitet. Diese werden geringfügig modifiziert, fotografiert, und weiterbewegt. In dem aufwändigen Prozess entstehen Bilderreihen, die wenn mit 24-Bildern pro Sekunde abgespielt, den Eindruck erwecken, die Modelle würden agieren.

Über Jahrzehnte war diese Tricktechnik beherrschend im Filmbereich und belebte Figuren von King Kong bis zu einer Reihe von Skeletten im bereits erwähnten Jason und die Argonauten. Natürlich gibt sich ein Künstler und erklärter Nerd vom Range eines Seth Green - Darsteller in Serien wie Buffy im Bann der Dämonen oder Sprecher bei Family Guy sowie Handlungsträger in Filmen wie der Austin Powers-Reihe - nicht mit einfachen Figuren zufrieden. Green und seine Kumpane nehmen in ihrer Trickfilmserie Robot Chicken die Popkultur aufs Korn. So nutzen sie zum einen immer wieder sogenannte Actionfiguren wie die 'Masters of the Universe' - ein in den 1980ern beliebtes Kinderspielzeug - zu anderen aber auch selbst erstellte Figuren, die Comichelden, berühmte Seriencharaktere, Künstler oder Archetypen der menschlichen Gesellschaft darstellen. Mit diesen Figuren erzählt die Truppe in ihren 11-minütigen Robot Chicken-Episoden die verschiedensten Sketche. Das besondere ist, dass die Truppe um Green - auch dank der guten Kontakte und dem Renommee des Darstellers - immer wieder namenhafte Darsteller als Sprecher gewinnen kann, die sich auch oftmals selbst sprechen: Zum Beispiel Dean Cain, der seinen Serienauftritt als Superman durch den Kakao zieht oder Sarah Michelle Gellar. Ausnahmen von dem wilden Mix an verschiedenen Sketchen bilden gelegentlich Specials, wie jetzt schon zum zweiten Mal ein Special ausschließlich zu Star Wars.

Schließlich ist das Star-Wars-Universum spätestens seit seiner Renaissance mit der zweiten Trilogie zwischen 1999 und 2005 so etwas wie der heilige Gral der Nerds. Dabei ist zu bemerken, dass auch George Lucas - das Star-Wars-Mastermind - vom Schaffen der Robot-Chicken-Truppe so angetan war, dass er die Erlaubnis zur Verwendung seines - karikierten - geistigen Eigentums zu kommerziellen Zwecken gab. 2008 entstand für den amerikanischen Sender Adult Swim das zweite 'Star Wars'-Special von Robot Chicken mit einer Laufzeit von 22 Minuten. Wieder zog das Team um Green und Senreich alle Register - und damit sind vor allem Gastsprecher gemeint: Abraham Benrubi (Men in Trees), Rachel Leigh Cook, Donald Faison (Scrubs), Conan O'Brien und Andy Richter, Breckin Meyer, Amy Smart (Felicity), Adrianne Palicki (Friday Night Lights) und dazu die Originaldarsteller aus der ersten Star Wars Trilogie Carrie Fisher (Prinzessin Leia) und Billy Dee Williams (Lando Calrissian). Daher sollte man sich den englischen Originalton des Specials nicht entgehen lassen, den TNT Serie neben einer deutschen Synchronisation anbietet. Das Star Wars Special zeigt der Sender am: 9. März ab 21.45 Uhr. Robot Chicken läuft immer Dienstags um 21.45 und Samstags um 00.55 Uhr. [tntlink]

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