Emergency Room: Was machen die Darsteller heute?

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Es gibt Schauspieler aus Emergency Room, deren anschließende Karriere kaum eines weiteren Wortes bedürfen: Siehe Clooney, George. Filmstar, Frauenschwarm, Oscar-Preisträger. Aber was ist eigentlich mit den Kollegen von Dr. Ross?

Emergency Room gehört zu den erfolgreichsten US-Serien, die je produziert wurden. Zwischen 1994 und 2009 entstanden 15 Staffeln mit insgesamt 331 Episoden. Zahllose Schauspieler haben im Laufe der Jahre an der Mammutproduktion mitgewirkt. Nicht wenige von ihnen haben durch die Serie den entscheidenden Schub für ihre Karriere erhalten. Allen voran natürlich Filmstar George Clooney, der vom Pilotfilm an bis 1999 regelmäßig, später noch als Gast in der Serie mitgespielt hat. Doch auch viele andere Schauspieler verdanken ihre anhaltende Popularität einer Rolle in der Krankenhausserie von Michael Crichton.

Den neben Clooney vielleicht größten Erfolg nach Emergency Room hatte Julianna Margulies: Die Darstellerin, die für ihre Rolle als Krankenschwester Carol Hathaway in ER sechsmal in Folge für den Emmy nominiert und einmal auch ausgezeichnet worden ist, hat seit 2009 auf CBS ihre eigene Serie, The Good Wife, mit der sie innerhalb von kürzester Zeit zum Liebling der Kritiker avanciert ist. Auch andere Darsteller aus dem Cast von Emergency Room haben mittlerweile sehr erfolgreich in anderen Produktionen Fuß gefasst: Abraham Benrubi alias Notdienst-Koordinator Jerry Markovic hat eine neue Rolle in der Krimiserie Memphis Beat und leiht darüber hinaus im englischen Original zahlreichen Figuren in Robot Chicken seine Stimme. Eriq LaSalle und John Stamos waren Gaststars in 24 beziehungsweise Glee.

Die britische Schauspielerin Alex Kingston, die als Dr. Corday internationale Bekanntheit erlangte, berichtete sogar kürzlich in einem Interview, dass sie inzwischen kaum noch auf ihre Rolle in Emergency Room, sondern vor allem auf ihren Part als zeitreisende Archäologin River Song in der Science-Fiction-Serie Doctor Who angesprochen wird. Damit sind sie und Mekhi Pfeiffer, der Darsteller von Dr. Pratt, fast wieder Kollegen. Denn Pfeiffer spielt, nach einer kurzen Zwischenstation bei Lie to Me, aktuell in der neuen Staffel des Doctor Who-Spin-Offs Torchwood mit.

Etwas weniger gut lief es dagegen - vor allem in den letzten Monaten - für einige andere ehemalige Cast-Mitglieder aus Emergency Room. Sie haben zwar Hauptrollen in neuen Serien ergattert, welche aber bereits kurze Zeit später wieder abgesetzt wurden - oder zumindest kurz davor stehen. Unter anderem sind davon betroffen: Maura Tierney (The Whole Truth), Ming-Na (Stargate Universe) und Laura Innes (The Event). Noch ein wenig zittern muss Shane West, der Darsteller des Dr. Barnett. Seine neue Serie Nikita kommt zwar bei den Fans gut an, eine Fortsetzung ist aber noch längst nicht in trockenen Tüchern.

Keine gute Wahl getroffen haben die ER-Darsteller, die es Clooney gleichtun wollten und es nach der Serie mit einem Wechsel auf die große Leinwand probiert haben. Beispielhaft hierfür ist Anthony Edwards, der als Kinderarzt Dr. Greene viele Fans hatte, einen nennenswerten Kino-Erfolg aber nur mit Die Vergessenen (an der Seite von Julianne Moore) landen konnte. Filme wie Motherhood (mit Uma Thurman) und sogar Zodiac (von David Fincher) waren dagegen Flops.

Hoffnung auf einen neuerlichen Serienerfolg kann sich unterdessen Noah Wyle machen. Als Dr. Carter war er in 254 Episoden von Emergency Room dabei - und damit so lange wie sonst kein anderer Darsteller. Im Juni startet auf dem US-Schwestersender von TNT die neue von Steven Spielberg produzierte Science-Fiction-Serie Falling Skies, in der Wyle die Hauptrolle spielt - als College-Professor, der es mit einer Alien-Invasion aufnimmt. In Deutschland zeigt TNT Serie Falling Skies ab 24. Juni.

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