
1998 ging „Dawson's Creek“ in den USA auf dem kleinen Sender The WB auf Sendung - und wurde zu der Serie, die wie kaum eine andere die Identität des neuen Senders geprägt und aus ihm ein Network gemacht hat.
Als 1995 der Sender The WB in den USA an den Start ging, war er mehr ein Witz als ein richtiges Network. Die Amerikaner haben dafür den Ausdruck Weblet. Darunter versteht man eine Art Proto-Network, welches nicht die ganze Woche über, sondern nur an bestimmten Wochentagen ein landesweites Programm sendet. Ende der 90er wollte The WB jedoch endlich ein „richtiges“ Network werden - und bestellte zur Expansion des Senders auf den Dienstag eine neue Serie namens „Dawson's Creek“.
Die Teenager-Dramaserie stammte von dem damals noch sehr jungen Autor Kevin Williamson, der gerade im Kino mit dem Horrorfilm „Scream“ von sich reden machte. Im Vorfeld der Serienbestellung hatte sich The WB keine komplette Pilotfolge leisten können. Stattdessen machte man es ähnlich wie zuvor mit „Buffy the Vampire Slayer“: Man drehte eine etwa halbstündige Pilot-Präsentation - für gerade einmal knapp über eine Million Dollar.
„Buffy“ spielte auch beim Start von „Dawson's Creek“ eine große Rolle: Um der neuen Serie ein möglichst gutes Lead-in zu geben, platzierte The WB die Auftaktfolge von „Dawson's Creek“ direkt hinter den zweiten Teil einer Doppelfolge von „Buffy“. Ob durch die Programmierung oder durch das geschickte Marketing vorab - die Rechnung für den Sender ging auf: „Dawson's Creek“ erreichte auf Anhieb bei den Teenagern einen Marktanteil von mehr als 40 Prozent.
Die Serie wurde zu einem der größten Erfolge des jungen Senders. 2001 erzielte „Dawson's Creek“ bei den Zuschauern zwischen 12 und 34 Jahren ein exzellentes Rating von 2.9 - mit dem Ergebnis, dass sich The WB vor Werbebuchungen für die Serie kaum retten konnte. Die Serie wurde zu einem der größten Erfolge des jungen Senders. 2001 erzielte „Dawson's Creek“ bei den Zuschauern zwischen 12 und 34 Jahren ein exzellentes Rating von 2.9 - mit dem Ergebnis, dass sich The WB vor Werbebuchungen für die Serie kaum retten konnte.
Zumal „Dawson's Creek“ - nicht zuletzt dank der intelligenten Drehbücher von Kevin Williamson und später Greg Berlanti - ein höher gebildetes und vor allem besser verdienendes Publikum ansprach: Nach einer Untersuchung aus dem Jahr 2003 hatten 15 Prozent der 18- bis 34-jährigen Zuschauer ein Haushaltseinkommen von mehr als 75.000 Dollar im Jahr. Damit fiel die Serie in die Top 20 der von den Werbekunden besonders geschätzten Zielgruppe von jungen und wohlhabenden Zuschauern.
Für The WB war „Dawson's Creek“ in jeder Hinsicht eine identitätsstiftende Serie: Zum einen weil der Sender damit zu der Anlaufstation für Teenager-Dramen wurde - siehe beispielsweise „Felicity“ von J.J. Abrams. Zum anderen weil sich mit „Dawson's Creek“ das Blatt des Networks im Quotenrennen ein für alle Mal zu wenden begann. Hatte man seit dem Start 1995 stets in den Zuschauerzahlen hinter dem direkten Konkurrenten UPN gelegen, ging man 1998 erstmals in Führung.
„Dawson's Creek hat The WB auf ein ganz neues Level gehoben und dem Network eine völlig neue Gruppe junger Zuschauer beschert“, so Steve Mosko, der Vertriebschef des Studios Columbia TriStar Television (heute Sony), „ Diese Serie war wirklich ein Network-Maker.“
Ab dem 5. März können wir nun immer samstags in Doppelfolgen ab 15.50 Uhr nach „Capeside“ zu Joey; Dawson und Pacey zurückkehren.