2012: ABC gibt Pläne für Fernsehserie auf

Wenn Roland Emmerich einen neuen Film dreht, dann horchen vielleicht nicht die Filmkritiker, dafür aber die amerikanischen Fernsehsender auf. Immerhin ist aus einem Kinofilm des aus Stuttgart stammenden Regisseurs, 'Stargate' (1994), ein extrem langlebiges und erfolgreiches Serien-Franchise entstanden. So war es kaum überraschend, dass unmittelbar nach dem US-Start seines neuesten Films schnell Berichte laut wurden, dass eine Serie basierend auf dem Weltuntergangs-Szenario in Arbeit sei, welche die Folgen und das Leben nach der Katastrophe zeigen sollte. Das Serienprojekt mit dem Titel 2013 hätte davon handeln sollen, wie die Menschen die Erde neu besiedeln. Die Zeichen für eine Serienversion standen zunächst auch sehr gut: Mit Mark Gordon, seines Zeichen Produzent von Grey's Anatomy und 'Saving Private Ryan' (1998), lag das Projekt in den Händen eines Mannes, der sich im Film- wie im Fernsehgeschäft bestens auskennt.

Und mit ABC war ein Sender an der Entwicklung des Projekts interessiert, der nach wie vor dringend auf der Suche nach 'dem neuen Lost' ist. Doch wie Entertainment Weekly jetzt berichtet, hat ABC seine Pläne für 2013 beerdigt. Eine offizielle Stellungnahme des Senders liegt dazu nicht vor. Allerdings wird vermutet, dass die Entscheidung eben genau damit zusammenhängen könnte, dass FlashForward und V, die beiden letzten Serien, welche der Sender als Lost-Nachfolger etablieren wollte, zuletzt in den Einschaltquoten etwas zu kämpfen hatte. Darüber hinaus hatte Regisseur Roland Emmerich bereits vor einigen Wochen in einem Interview mit der Webseite Movieweb erklärt, dass er die angedachte Serie für nicht realisierbar hält, da das Konzept, welches ihm vor Augen schwebe, nicht mit einem Fernsehbudget umgesetzt werden könne. Er selbst hatte sich, nachdem ihm klar wurde, welche Kompromisse er hätte eingehen müssen, bereits von dem Projekt zurückgezogen.

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